IN VORBEREITUNG · KURATIERTE HERRENMODE · BERLIN

Foundry kommt.Am 25. Oktober.

Ein neuer Weg, sich gut zu kleiden: mit Wissen, ausgewählten Stücken, der richtigen Passform und einem guten Schneider. Foundry entsteht gerade. Einen ersten Blick gibt es beim Pop-up in Berlin.

Tweed & Wine · Foundry Pop-up · Sonntag, 25.10.2026 · 12–18 Uhr
Schneiderei Haj · Westfälische Str. 45 · Nur mit Anmeldung
Tim im grauen Glencheck-Anzug auf einem Ledersofa im Abendlicht
Tim. Inzwischen sitzt der Anzug.
VON TIM

Darf ich mich vorstellen?

Ich bin Tim und habe in Berlin ein Softwareunternehmen gegründet. Gut angezogen sein wollte ich immer. Ich wusste nur nicht, wo man das lernt. Also schaute ich Bloggern zu. Viele, das weiß ich heute, werden von Marken bezahlt.

Dazu bin ich 1,95 m groß. Von der Stange passte mir fast nichts. Die Sakkos, die ich fand, hingen an mir. Hinten waren sie so kurz, dass sie mehr zeigten, als sie bedeckten. Die Schultern saßen nicht, alles stand ab. Welche Größe ich brauchte und wie ich sie finden sollte, wusste ich nicht.

Noch trauriger war es bei Schuhen. Ich trage 47 oder 48. Solche Schuhe gibt es praktisch nicht. Findet man doch ein Paar, fügt man sich und trägt es eben.

Niemand hatte mir gesagt, dass bei Kleidung und Schuhen mehr zur Größe gehört als eine Zahl: Weiten, Längen, Abstufungen am Bund. Was ein Sakko in 54 R6 von einem in 54 7L unterscheidet, hätte ich nie gewusst. Dass ich Schuhe eigentlich in 13 EEE kaufen muss, auch nicht. Ich wusste nicht einmal, was das ist. Und Wolle war für mich Wolle. Dabei entscheidet das Tuch, wie sich ein Stück trägt und wie es atmet.

So habe ich jahrelang in Geschäftskleidung gelitten, und zwar körperlich. Die Hose hing an einem festgezogenen Gürtel, an der falschen Stelle. Das Sakko zwickte, das Tuch war falsch, nichts fiel, wie es sollte. Und genau so sah es auch aus.

Mit der Zeit verstand ich, woran das liegt. Die meiste Kleidung wird für einen gedachten Durchschnitt gemacht, aus Stoffen, die sich leicht herstellen lassen. Viel Handwerk ist verloren gegangen, auch bei manchen großen Namen. Dann entdeckte ich, dass wunderbare Stücke fast ungetragen in Schränken hängen, weil sich kaum noch jemand klassisch kleidet. Nach ihnen suche ich seitdem.

Dabei lernte ich ein paar einfache Regeln zu Passform und Tuch. Den letzten Schritt macht ein guter Schneider. Heute fühle ich mich in meiner Kleidung wohl. Und ich zerbreche mir nicht mehr den Kopf darüber, was ich anziehe.

Mit Foundry möchte ich weitergeben, was ich weiß, damit Sie nicht so lange suchen müssen wie ich. Fertig ist es noch nicht. Am 25. Oktober zeige ich zum ersten Mal, woran ich arbeite. Ich würde mich freuen, Sie dort zu sehen.

Tim

DIE METHODE

Was ich gern früher gewusst hätte.

Vier Dinge. Ich habe Jahre gebraucht, sie zu finden. Schwer sind sie nicht.

I

DAS WISSEN

Zu jeder Größe gehören Länge, Weite und Bund, beim Schuh auch die Breite. Ich gebe diese einfachen Regeln weiter, damit Sie sich in Ihrer Kleidung wohlfühlen.

II

DIE AUSWAHL

Ich suche sehr gute Stücke in fast neuem Zustand, in kleiner Zahl gefertigt von einzelnen Meistern oder feinen Manufakturen. Dazu das Tuch, das zur Jahreszeit passt: Wolle, Kaschmir und Alpaka für Herbst und Winter, Leinen, Seide und Baumwolle für den Sommer.

III

DIE PASSFORM

Die Passform entscheidet alles, und Regeln gibt es wenige. Die Schulter endet, wo Ihre endet. Das Sakko bedeckt hinten, was es bedecken soll. Der Ärmel lässt etwas Manschette sehen. Die Hose sitzt an der Taille, ohne straffen Gürtel.

IV

DER SCHNEIDER

Kein Stück ist in Stein gemeißelt. Ein guter Schneider ändert wenig, aber das Richtige. Danach ist das Sakko nicht mehr von der Stange, sondern Ihres, und die Hose hat Ihre Länge, Ihre Weite, Ihren Bund.

Wer das weiß, steht morgens nicht mehr ratlos vor dem Schrank. Auch Geschmack lässt sich weitergeben.

Mehr dazu am 25. Oktober.

VORSCHAU

Was noch kommt.

Hier sehen Sie erst den Anfang. Einiges zeige ich am 25. Oktober, anderes folgt später.

  • 25. Oktober

    Die ganze Methode

    Alle Regeln zu Größe, Tuch und Passform. Und wie Foundry Sie dabei begleitet.

  • 25. Oktober

    Regelmäßig Stücke oder Rat

    Wie das aussieht, erzähle ich beim Pop-up. Mehr verrate ich noch nicht.

  • Später

    Digitale Werkzeuge

    Hilfe bei der Frage, was zusammenpasst. Vorgestellt bei einem der nächsten Termine.

Eine Reihe Tweed- und Fischgrat-Sakkos auf der Stange
FOUNDRY POP-UP

Tweed& Wine

Wein & feine Gesellschaft

Hier stelle ich Foundry zum ersten Mal vor. Cano und ich laden Sie herzlich ein.

  • Foundry

    Idee, Methode, nächste Schritte.

  • Schnitt & Passform

    Cano von der Schneiderei Haj berät Sie.

  • Wein & Tuch

    Wein, kleine Speisen, Tuch zum Anfassen.

Sonntag, 25.10.2026 · 12–18 Uhr
Schneiderei Haj · Westfälische Str. 45 · 10711 Berlin-Halensee
Ankunft: 12–14, 14–16 oder 16–18 Uhr
Nur mit Anmeldung · Danach jeden letzten Sonntag im Monat

Sonntags wird nichts verkauft, bestellt, reserviert oder Maß genommen. Gäste fotografieren wir nicht.

DIE KOLLEKTION

Aus der Suche wurde eine Kollektion.

Rund 350 Stücke, darunter über hundert Sakkos, etwa von Kiton, Brioni, ISAIA und aus neapolitanischen Sartorien. Meist Größe 50 bis 58 oder Langgröße 98 bis 106. Alles aus Vorbesitz, geprüft und gereinigt.

Glencheck-Sakko mit dunklem Knopf, Detail
Glencheck
Sakko mit kleinem blau-braunem Karo über hellblauem Hemd
Blau-braunes Karo
Graues Revers mit sichtbarem Pickstich
Revers mit Pickstich
Braun-weißer Hahnentritt mit hellblauem Überkaro
Hahnentritt mit Überkaro

Hier vorerst nur Details. Eine Auswahl zeige ich am 25. Oktober.

VORAB

Lieber vorher sprechen?

Wenn Foundry Sie schon jetzt interessiert oder Sie am 25. Oktober nicht können, schreiben Sie mir hier. Ich antworte persönlich.

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